Gestern gabs in der Hauptstadt (Port-of-Spain) einen Terroranschlag - Trittbrettfahrer (laut Polizeichef) hatten einen Papiercontainer an der Kreuzung der Hauptshoppingmeile und des Boulevard of Liberty (geschichtl. wichtige Straße) gesprengt, 14 verletzte, darunter eine über 60-Jährige. Die Stadt wurde sofort abgeriegelt und fluchtartig verlassen, Geschäfte geschlossen. Hier gibt es seit den Anschlägen in London Alarmstufe Gelb, letztens wurde auf offener Strasse jedes Auto (und Bus) angehalten und durchsucht. Der Premierminister von Trinidad & Tobago meint, man tue alles, um das Land gegen Terrorattacken zu schützen – die Bevölkerung fragt sich, warum T&T Ziel sein sollte und was die Regierung zum Schutz machen würde/könnte. Keine Terrorattacken zu befürchten also? Mal schaun wer hinter der Gestrigen steckt.
Ansonsten: Sonnenschein seit zwei Tagen - gleich gehts wieder an den Strand!!! Die Regenfälle und Sturmböen aus der Nacht vom Montag zum Dienstag letzter Woche waren wohl der Beginn des Hurrikans, der dann später über Cuba, Jamaica und Teile der USA herzog. Jetzt halt mal gutes Wetter, für morgen gibs dann aber Hurricanewarnung für die Inseln.
Die Bewohner sind alle sehr nett – wenn man runter zum Strand geht (5 min Fussweg), kommt man meistens irgendwo ins Gespräch. Man muss sich natürlich etwas anders benehmen, als die Touristen: Wenn man jemandem begegnet, sagt man freundlich „Good morning, Sir“, „Good afternoon, Madam“, etc. Dann wird man meist schon gefragt, wo man herkommt, wie man die Insel findet. Wenn man nach Scarborough oder Plymouth fährt, um einzukaufen und ins Internet zu gehen, fährt man mit dem Bus (einmal stündlich für ca. 30 Eurocent) oder dem Taxi bzw. Einheimischen, die einen als Anhalter mitnehmen (ca. 70 Eurocent). Auch hier kommt man immer wieder ins Gespräch – die Leute sind halt interessiert, probieren ihre paar Brocken Deutsch aus. Natürlich wird man auch immer wieder von fliegenden Händlern angesprochen – die bieten dann am Strand Ketten, Kokosnüsse, Mangos u.a. an, zu völlig überhöhten Preisen. Kokosnüsse und Mangos, zum Beispiel, findet man überall – letztere wachsen sogar bei uns im Garten. Bei vielen Touristen machen diese fliegenden Händler natürlich trotzdem ihren Umsatz… Dann gibt es noch die CD-, DVD-, und Sonnenbrillen- sowie Uhrenverkäufer, die einen in Scarborough ständig ansprechen… na ja, wenn man bestimmt sagt, dass man nichts braucht, ist es kein Problem. Die machen sich hier auch nicht die Mühe, zu verbergen, dass CDs und DVDs Raubkopien sind. Häufig hat man bei einer CD nicht mal eine Liste der Titel, einfach nur den CD-Titel halt auf der Hülle. Wenn man weiß was man will ist das natürlich kein Problem…
stefanuk
